Fragen zu meinem Balkon aus dem Fricktal

Als Beilage sende ich vier Fotos von meiner Terrasse:

Beschaffenheit: West-exponiert, da kein Dach direkter Regen und teilweise windig. Sehr heisse im Sommer Stauhitze.
Die Brüstung hat eine Kupferabdeckung (könnte man diese mit etwas abdecken, was wetterbeständig
ist, denn es wird unglaublich heiss im Sommer!). Sollte ich dort nur noch solche Pflanzen wie  Lavendel, Rosemarin, Thymian und Hauswurze ziehen? Welche Pflanzen kommen noch mit so grosser Hitze zurecht, aber eben auch mit unglaublich viel Regen im Herbst.


Auch der Plattenboden wird sehr heiss und ich denke, die Pflanzen lieben die Stauhitze nicht sehr - sollte ich die Töpfe auf Roste stellen oder was könnte da helfen.

Regen: wenn es lange regnet leiden die Rosen: Gibt es Pflanzen, welche viel Wasser lieben und so das überschüssige Wasser "trinken" würden. Auch mit den Tomaten ist das ein Problem wegen der Krautfäule und ein Tomatenhaus wäre ja zu gross für die Terasse.


Auf meiner Terasse wünsche ich mir eine Kombination von Gemüse, Beeren und Blumen. Welche  Blumen gehen mit welchem Gemüse. Ich wäre auch froh um gestalterische Ideen, sodass es nicht  einfach nach einer Ansammlung von Töpfen aussieht. Könnte ich wegen der Überdachung dort wo  jetzt der Tisch steht, auch noch Pflanzen ziehen? Es gibt allerdings nur cirka 2 Stunden Sonneneinstrahlung.


Welche Beeren kann ich auf der Terasse ziehen und was würde sich als Unterpflanzung eignen.  Ich hätte gerne Johannisbeeren und Heidelbeeren. Wie gross müssen diese Töpfe sein und wie sieht es aus mit dem Ertrag? Auch ein kleiner Obstbaum (Am liebsten Aprikose, wenn es so was gibt).

Welche Wild-Blumen könnte ich mit Tomaten, Auberginen und Paprika kombinieren?

Herzlichen Dank, sonnige Grüsse aus dem Fricktal


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Antworten:
  • Auffällig ist, dass es keine Untersetzer unter allen Töpfen hat. Da die Töpfe im Sommer schnell austrocknen, empfehlen sich diese. So kann die Pflanze Giesswasser zurückholen, welches sehr schnell durch die ausgetrocknete Erde rinnt.
  • Beeren: Alle Arten von Beeren können gezogen werden. Das Limit setzt - wie bei allen anderen Pflanzen auch – die Topfgrösse und ggf. die Frostbeständigkeit während des Winters. Die sibierische Heidelbeere (frostfest bis –45 °C) wurde immer beliebter. Aber auch Johannisbeeren, Stachelbeeren und Brombeeren... natürlich Erdbeeren sind möglich. Himbeeren benötigen aufgrund ihrer Wuchsform eher eine grosse Wanne als einen Topf. Die Wurzelausläufer mit den Trieben fürs nächste Jahr müssen sich bilden können, alte Triebe direkt nach der Ernte am Boden abschneiden (und kompostieren).
  • Die Vielfalt der Obstbäume für Balkongärtner wird immer grösser, siehe "Säulenobst", auch Aprikose sollte es in dieser Wuchsform bereits geben. Heimische Sorten beachten, diese sind robuster gegen Kälte und Krankheiten.

Kapuzinerkresse

Kapuzinerkresse zieht man aus Saatgut. Die kletternde Pflanze ist absolut frostempfindlich, eine Aussat vor Mai ist nicht zu empfehlen. Man kann die Blätter als Gewürz verwenden, auch die Blüten in den Farben gelb, orange, rot oder melliert sind essbar und eine hübsche Deko für den Salat. Die grünen Samenkörner habe ich erst im letzten Jahr als interessantes Gewürz entdeckt. Sie sind scharf bis sehr scharf und schmecken nussig.

Kapuziner wächst sogar im Gewächshaus, wo sie Läuse vertreibt.
Ein Tee aus Blättern der Kapuzinerkresse hilft gegen nahezu alle Lausarten. Mehr siehe Label Pflanzenstärkung.