Workshop Stöberstrasse März 2014

Samstag 29. März 2014 in Basel
Quartiersverein "Kontaktstelle für Eltern und Kinder 4055"








 



Der nördlichste Balkongarten im Netzwerk


Balkongarten Nummer 50 stellt sich vor
Bericht von Michael
Wir (ich der Michael mit Frau und Tochter) wohnen in Düsseldorf-Holthausen in der 4ten Etage und genau genommen haben wir keine Balkons, sondern 2 Dachterrassen. Die Kleine zur Strassenseite hin ist ca. 3 x 1,40 Meter groß, die große zum Hinterhof ist ca. 9 x 2 Meter groß.
Seit drei Jahren wohnen wir jetzt in der Wohnung und haben es mit Balkongärtnerei nicht sonderlich versucht. Inzwischen sind einige Kübelpflanzen dazu gekommen und eine größere Pfefferminz-sammlung.
Fangen wir als erstes mit der kleinen Terrasse an. Von den Maßen her total unbrauchbar. Wir benutzen sie eigendlich nur zum Grillen.
Am Geländer stehen Kübel mit Apfelbeere (Aronia) und eine Blaubeere. Von der Apfelbeere ernten wir jedes Jahr rund 1 kg Früchte. Ist eine sehr anspruchslose Kübelpflanze die ich nur empfehlen kann. Auch die Blaubeere ist sehr genügsam und hat im ersten Jahr immerhin ca.200g Beeren geliefert. Gedüngt werden diese beiden Obstsorten mit dem Dünger „Blaukorn“. 

Dieses Jahr habe ich auf der Brüstung zwei Blumenkästen aufgestellt. In dem einen Kasten ist Schnittlauch, in dem anderen Zitronenmelisse und Pfefferminze.
.
Zum Schutz vor Amseln und Elstern musste ich die Kästen mit Maschendraht abdecken.
Soweit der erste Bericht vom zur Zeit nördlichtsen Balkongarten im Netzwerk.

Keimblätter ertasten die Umwelt

Die ersten zwei Blättchen, die jeder Keimling bekommt, nennt man Keimblätter. Sie liefern der heranwachsenden Pflanze Informationen über die Umwelt. Bereits kurz nach der Keimung, wenn sich bei den Pflanzen die ersten beiden Blätter aufgefaltet haben kann man mit der "Abhärtung" beginnen. 
Man stellt die Pflänzchen an einem wolkenbedeckten, warmen und nicht zu windigen Tag erstmals in Freie. Tageslicht wird benötigt, damit die Pflanzen nicht hellgrün und kraftlos werden und schliesslich eingehen. Leichter Wind stärkt die Pflanze ebenfalls, da er durch leichtes Rütteln am Stiel zu dessen Dickenwachstum und Stabilisierung beiträgt. Insgesamt muss man beachten, dass die Pflanze Zeit hat, auf die neuen Umwelteinflüsse zu reagieren. So sollte es gleich am ersten Tag nicht zuviel des Guten haben, denn allzu starkes Sonnenlicht kann zu Verbrennungen führen und ein Zuviel an Wind kann die Stiele abknicken. 

Die ersten Keimlinge sind pikiert.
Die winterharte Etagenzwiebel ist gut in die Saison gestartet, ringsum keimt neben Nigella und Vogelmiere die Petersilie, die sich selbst ausgesät hat.... Ein Blick in den Balkonkasten des Untermieters zeigt, dass die Petersilie auch den Sprung von Balkon zu Balkon geschafft hat ;-)


Frühling

Dieses Jahr scheint der Frühling sehr bald Einzug zu halten. Frische Kräuter konnten den ganzen "Winter" über geerntet werden, die Topfpflanzen (Oleander, Olivenbaum, Palmen) kamen schon Mitte Februar ins Freie.

Die Meisen haben ihr Häuschen schon im Januar bezogen und sind allgegenwärtig. Wer brütende Vögel in direkter Nachbarschaft hat, tut gut daran die Vögel zu "ignorieren", um sie nicht zu stören. Keinesfalls das Häuschen öffnen, die Vögel kehren dann womöglich nicht zurück. Beonders während der Fütterung müssen sie das Nest regelmässig in kurzen Abständen anfliegen können.

Höchste Zeit nun auch, die getrockneten Samen in die Erde zu bringen, z.B. von Tomaten, Paprika, Chili. Auf diesem Kaffeefilter befinden sich fast 100 Samenkörnchen der sehr dunklen, süßen und samenfesten Cocktailtomate Black Cherry
Für Anfänger und Fortgeschrittene sind die Minigewächshäuser gut geeignet. Sie verhindern ein Austrocknen der Keimlinge (Dachluken schließen). Man kann darin entweder kleine Töpfchen aufstellen oder man sät direkt aus und pikiert (vereinzelt) die Keimlinge im Zweiblattstadium. Achtung: Aus jedem Samen wächst idealer Weise eine Pflanze, die später - im Falle von Tomaten - einen 20 Liter Kübel benötigt.
Einen Film zur Aussaat von Tomaten und weitere Tipps sind unter unsere Themen am linken Rand zu finden: zum Beispiel bei Aussaat oder Tomaten.

Ein Woche nach Aussaat spriessen die Tomaten bereits. Der Deckel sollte auf dem Gewächshaus bleiben, die Erde darf immernoch nicht austrocknen. Wenn die meisten Samen gekeimt sind und so aussehen, kann aber die Luken öffnen.