Basilikum

Ocimum basilicum gibt es in mehreren Farben und Formen. Kleinblättrig-buschig und großblättrig, grün oder rot. Auch gibt es unterschiedliche Aromen wie zum Beispiel die Namen Zitronen- basilikum oder Zimtbasilikum verraten.
Basilikum ist nicht winterhart und wird im Frühling ausgesät. Als Lichkeimer, gedeihen die Samen am besten, wenn sie nur auf die Erde gelegt und besprüht werden. Mit einem Glasdeckel oder Plastikfolie abdecken, damit die Samen während der Keimung nicht austrocknen.
Basilikum steht gern in der Sonne oder im Halbschatten und benötigt - im Gegensatz zu anderen Kräutern - relativ viel Wasser. Staunässe sollte vermieden werden. Wenn der Topf einmal richtig ausgetrocknet ist, kann man diesen für ein paar Stunden in einen Eimer Wasser stellen. Die Erde erhält dann ihre Saugfähigkeit zurück.
Wenn die Blätter geschickt geerntet werden (immer die untersten), lebt eine Pflanze reativ lange. Aus den Blättern kann Tee zubereitet werden. Wenn Basilikum in die Blüte geht, sollten keine Blätter mehr geerntet werden, da die Energie für die Samenbildung benötigt wird und die Blätter dann bitter schmecken können. Die Blütenstände mit Samen kann man an der Pflanze trocknen lassen, oder sie abschneiden wenn sie gelb werden. Offen in einer Papiertüte aufbewahren und nach dem vollständigen Trocknen oder auch erst vor der Aussaat die Samen aus den Blütenkränzchen "herausbröseln".

Salbei

Salbei (Salvia) gehört zu den mediterranen, verholzenden Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen und ist tendenziell winterhart - wenn es keine ausgesprochenen Kälteperioden gibt. Es gibt zahlreiche Sorten und Aromen (z.B. Ananassalbei), die das ganze Jahr beerntet werden können.
Jungpflanzen bezieht man am besten beim Gärtner. Die Auswahl wird durch leichtes Reiben an den Blättern vereinfacht, wobei sich der Geruch und Geschmack der Sorten testen lassen. Salbei steht gern in der vollen Sonne, hat gern reichlich Wasser und auch wunderschöne Blüten. Die Farben der Blätter und Blüten variieren je nach Sorte.

Salbei (links) im Kräuterbeet neben Thymian und Rosmarin. Der Boden ist gegen Austrocknen, Unkrautwachstum und als Kälteschutz im Winter dicht mit Mulch aus trockenen Pflanzenteilen bedeckt. In dieser Schicht leben zahlreiche Kleinstlebewesen (Destruenten), die durch ständigen Abbau dieses Materials Nährstoffe freisetzten. Düngen erübrigt sich, gesunde Pflanzen sind zudem weniger anfällig für Schädlinge.

Liebstöckel, Maggikraut

Levisticum officinale stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum. Die Blätter können frisch oder getrocknet verwendet werden. Suppen, Eintöpfen aber auch Linsen- und Nudelgerichten verleihen sie ihren charakteritischen Geschmack - der allerdings nicht allseits beliebt ist. 
Ich habe Liebstöckel zum ersten Mal bewußt probiert, nachdem ich zufällig eine Pflanze beim Gärtner gesehen und zur Erweiterung meines Kräuterbeetes zuhause eingepflanzt hatte. Der gewöhnungs-bedürftige und als neu wahrgenommene Geschmack ist seither direkt mit dem Balkongarten verbunden. Liebstöckel entfaltet - wie die meisten anderen Küchenkräuter - wohltuende Eigenschaften im Verdauungstrakt. Spannender als den eventuellen Nutzen fand ich allerdings die Idee, neue Gerüche und Geschmäcker (die nicht mainstream sind) kennenzulernen und sie nach und nach in den "geschmacklichen Alltag" zu integireren.