Erdbeeren

Erdbeeren sind neben Tomaten und Radieschen ein Klassiker auf dem Balkon. Vorteilhaft sind die flachen Wurzeln, die genügen Platz im Topf finden. Während der Wachstums- und Erntephase benötigen sie allerdings ausreichend Nährstoffe und Wasser. Im Winter sollten Sie luftig eingepackt bzw. ein wenig geschützt werden. Im Sommer ist ein lufiger aber nicht zu zugiger Platz vorteilhaft, um Schimmel an den Früchten vorzubeugen. Sonnige bis teilbesonnte Balkons sind für die Erdbeere als ursprüngliche Waldbewohnerin ideal.

die ersten reifen Erdbeeren
Es gibt viele verschiedene Sorten, mit grossen und kleinen Früchten, mit hängenden oder stehenden Fruchtttägern. Erdbeeren können vegetativ - durch Ausläufer - und über Samen vermehrt werden, wobei die erstegenannte Variante deutlich einfacher ist. 
Bildet die Pflanze Ausläufer, stellt man mit Erde gefüllte Töpfe darunter. Mit einer aufgebogenen Büroklammer kann die kleine Pflanze ein wenig fixiert werden und schneller Wurzeln bilden.


Hinter (!) dem zweiten Ableger sollte man den Ausläufer abschneiden, um wenige aber dafür kräftige Pflanzen zu erhalten. Die ersten beiden Pflanzen möglichst lange an der Wasser- und Nährstoffpipeline der Elternpflanze belassen, bis sie den bereitgestellten Topf gut durchwurzelt haben.

Empfehlenswerte Sorte: Florika, eine Kreuzung zwischen Wald- und "Feld-" Erdbeere mit süssen mittelgrossen Früchten.

Als Beipflanzen helfen Zwiebeln (z.B. dekorative Etagenzwiebeln) und Knoblauch (beide ebenfalls winterhart) auch zur Verminderung von Schimmel und zur Abschreckung von weissen Fliegen.

Aussaat von Radieschen

Sprossenhaus, das mit Küchenrolle und Erde bestückt wurde. Die Radieschensamen wurden locker verteilt und leicht mit dem Finger "eingerührt". Generell sollten Samen nicht mit mehr Erde bedeckt werden, als sie selbst groß sind. Danach wurde die Erde gut befeuchtet. Sie sollte wie ein vollgesoger Schamm sein, jedoch nicht nass. Überschüssiges Wasser muss abfließen können. Ideal ist ein Sprossenhaus mit löcherigen Schalen, eine Frischkäsebox (mit durchsichtigem Deckel) o.ä. tut es aber genauso gut.
Durch die hohe Luftfeuchtigkeit, keimen die Pflanzen sehr schnell, Rucola und Radieschen binnen 4 Tagen, andere Pflanzen wie Tomaten benötigen bis zu zwei Wochen, manche Samen sogar noch länger. Der Deckel sorgt dafür, dass die Erde nicht austrocknet, was für einen Keimling tödich wäre. Die Anzucht sollte täglich für eine Stunde belüftet werden (Deckel runternehmen) damit sich kein Schimmel bildet.
Bereits nach 4 Tagen sind die Radieschen gekeimt. Die Radieschen zeigen feine (Haar-) Wurzeln, die nicht mit Schimmel verwechselt werden sollten. Radieschen und Rucola können bereits jetzt nach draußen, wenn man auch Radieschen bei Nachtfrost abdecken sollte.
Radieschen fühlen sich bei unter 15 Grad am wohlsten. Mit einem Teelöffel können sie vorsichtig aus der Pflanzschale gehoben werden. Sie sollten an einem wolkigen Tag nach draussen gebracht werden, damit die Keimblättchen nicht von der Sonne verbrannt werden.
Mit der Rückseite des Löffels eine Mulde in den Boden drücken, die Pflanzen andrücken, damit sie einen guten Halt bekommen. Vorsichtig mit einem Sprüher angießen.
Schaschlik-Spieße können helfen, Vögel fernzuhalten. Diese werden von freiliegeneden Erdflächen magisch angezogen. Ggf. eine leichte Schale darüberlegen. Diese kann auch bei Nachtfrösten direkt über die Radieschen gelegt werden. Wer in Töpfen gepflanzt hat, kann diese bei Nachtfrost natürlich einfach reinholen :-)
Gutes Gelingen!!

Schädlinge, Pflanzenkrankheiten

Kübelpflanzen, die aus dem Winterquartier (z.B. Keller) wieder nach draussen gebracht werden, sind aufgrund von einem Mangel an Pflege, frischer Luft, Sonne, UV-Strahlung, Wasser oder der Kombination aus allem zusammen oft stark geschwächt. Aus diesem Grund haben "Schädlinge" leichtes Spiel, teilweise habe sich auch anderweitige Krankheiten eingestellt.

Verschwinden diese nicht von alleine wieder, nachdem die die Pflanze im Frühling (bestenfalls an einem wolkigen Tag mit Regen) nach draußen gestellt wurde, so deutet dies darauf hin, dass sie an einem für sie ungeeigneten Platz steht (zu sonnig, zu schattig, zu trocken, zu nass (Staunässe), falscher Boden, zu wenig Boden (zu kleiner Topf), Nährstoffmangel, zu eingekeilt zwischen anderen Pflanzen, in der Nachbarschaft der "falschen Pflanzen" etc. Letzteres gilt insbesondere für Gemüsepflanzen, die gemeinsam in einem Kasten gezogen werden.

Bevor man "Schädlingen" mit Chemie in irgend einer Form begegnet und so das ganze Ökosystem und auch die jeweiligen Nützlinge oder Fressfeinde schädigt, gilt es, diese Gründe unbedingt auszuschliessen. Eine Pflanze wird durch Spritzmittel nicht gesund, wenn sie einen der genannten Mängel aufweist, sondern stirbt dann über kurz oder lang trotzdem.

Tipps zur Pflanzenstärkung