Stadt Freiburg im Breisgau: Experiment Balkongarten


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Stadt Freiburg im Breisgau: Experiment Balkongarten

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21. März 2012 – Das Experiment Balkongarten hat begonnen! Bislang haben 26 Familien Interesse bekundet, die ersten vier Gruppen haben sich bereits gefunden. Weitere Teilnehmer sind herzlich willkommen!

Am Sonntag den 18. März haben sich die BalkongärtnerInnen zum ersten Mal getroffen. Im Seminarraum von Südwind e.V. stand gegenseitiges Kennenlernen und praktischer Wissensaustausch im Vordergrund. Eingeleitet wurde das Experiment durch einen Vortrag von Dr. Karin Kook von der Freiburger Gruppe Urban Gardening. Die Geographin ist selbst seit Jahren begeisterte Balkongärtnerin und beschäftigt sich auch wissenschaftlich mit dem Beitrag, den Hobbygärtner für die Biodiversität in der Stadt leisten.

In Sachen Balkonbepflanzung sollen künftig allerdings weniger die üblichen Geranien und Begonien in den Blumentopf. Vielmehr wollen die angehenden Stadtgärtner bald ihre ersten eigenen Lebensmittel ernten. Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit vereint der Gemüsegarten auf dem Balkon viele Vorteile. Transportwege und Verpackungen fallen weg. Außerdem ist die eigene Ernte frei von Chemie und immer frisch zur Hand, wenn gerade gekocht werden soll. Frische Kräuter, Erdbeeren und sonnengereifte Tomaten stehen ganz oben auf der Wunschliste der Teilnehmer.

Das entsprechende Saatgut wurde zum Ende des Workshops ausgegeben. Es stammt vom Samengarten Eichstetten, wo regionale Nutzpflanzen erhalten werden. So mancher Teilnehmer hat die Samen noch am gleichen Tag in die Erde gebracht und so können inzwischen bereits Erfolge vermeldet werden: Die ersten Keimlinge sind zu sehen!

Die Gruppe Urban Gardening Freiburg möchte die BalkongärtnerInnen über das Jahr hinweg begleiten und plant in Kooperation mit den 200 Familien mehrere Tauschbörsen, Workshops, Exkursionen und einen Fotowettbewerb. Bei Interesse an Terminen rund um die Themen Balkongärtnern, Selbstversorgung und Permakulturdesign kann man sich über einen Mail-Verteiler informieren lassen.

Experiment Balkongarten

18.03.2012

Urban Gardening Freiburg und die Freiburger Initiative

trafen sich um 13:30 Uhr im Seminarraum von Südwind e.V.
Ein erstes Kennenlernen und die Bildung von Interessengruppen stand dabei im Vordergrund.

gekeimte Chili-Samen

Angeregt wurde das "Experiment Balkongarten" von Teilnehmern der 200 Familien, die ein Jahr lang in den verschiedensten Bereichen versuchen, den Alltag nachhaltiger zu gestalten.

Einen Bericht zum Projekt der Stadt Freiburg finden Sie hier.

Über uns

Dem Balkongärtnern liegen unterschiedliche und individuelle Motivationen zugrunde (Stimmen der Teilnehmer). Viele beschreiben die Entwicklung der Pflanzen im Jahreslauf, den tierischen Besuch sowie die Selbstversorgung mit frischen Kräutern und Gemüsen als schönste Erfahrung.
Zu den Einsteigern zählen Familien mit kleinen Kindern, aber auch Singles, Rentner und Studierende, die im städtischen Umfeld auf der Suche nach ein wenig Grün sind. Inzwischen sind es laut Verteiler 300 Haushalte.
Mögen die pädagogischen oder geographischen Hintergründe (siehe weiter unten) Motive für den Einstieg sein, ist es sicherlich die alltägliche Freude und der Spaß an einem tollen Hobby, der alle auch weitermachen lässt.
Während die Kurse Einsteigern ein umfassendes Grundwissen an die Hand geben, welches einen erfolgreichen Start ermöglicht, dient die Webseite als Ideensammlung und Nachschlagewerk (siehe Fragen und Antworten).
Der Newsletter informiert über Termine, die für Balkongärtner interessant sind.

 Viel Spaß beim Stöbern, zum Beispiel in "Unsere Themen" am linken Rand.


Gemüse auf dem Balkon? 
(oder: Warum wir uns wieder der Selbstversorgung widmen sollten.)
  • Unser Alltag verläuft immer weniger in der Natur. Wir verlernen das Verständnis für natürliche Kreisläufe. Natur: Vergessen? Jugendreport Natur 2010, Uni Marburg.
  • Viele Gemüsesorten kennen wir bereits nicht mehr, andere nur noch aus dem Supermarkt.
  • Industrielle Lebensmittelproduktion ist sehr energieaufwendig, außerdem schädlich für Böden und Klima. Spritzmittel schaden nicht nur "Schädlingen", sie machen alle krank.
  • Globale Transportwege bedingen Treibstoffverbrauch, Vitaminverlust und viele verdorbene Waren, die als Müll entsorgt werden müssen, man schätzt 1/3 der Produktion.
  • In vielen Regionen der Welt belegen wir Flächen, verbrauchen und verschmutzen wir Wasser für unsere Lebensmittelproduktion, das der dortigen Bevölkerung nicht mehr für ihre eigene Versorgung zur Verfügung steht. (Infos zu "Landgrabbing"oder zum Wasser-Fußabdruck Deutschland)
    Woher stammt das Wasser, das in unseren Lebensmitteln steckt? Quelle: Studie "Der Wasserfußabdruck Deutschlands", WWF 2009
  • Vereinheitlichung der Produkte und des Saatgutes bedeuten Risiken für die Ernährungssicherheit: global und regional. 
  • Die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen (z.B. Boden, Wasser, Klima) findet den Weg in unser Bewusstsein nur noch als abstrakte Nachricht, die kein Handeln auszulösen vermag, da wir die komplexen globalen Zusammenhänge nicht erkennen können.
  • Gärtnerisches Wissen, welches die Kulturgeschichte des Menschen seit Jahrtausenden geprägt hat und welches bis zur Industrialisierung in der Breite der Bevölkerung alltäglich war, geht in wenigen Generationen verloren. Möglicher Weise in diesen Dekaden fast komplett.  
    ("Beiträge zur Geschichte der Kulturpflanzen" in der Schweiz von Peer Schilperoord zum herunterladen.)

Gemüse auf dem Balkon!
  • Wir schaffen attraktive Biotope auf kleinstem Raum und beobachten zusammen mit Kindern die tierischen Besucher und Bewohner.
  • Natürliche Abläufe werden täglich und rund um die Uhr zuhause erfahrbar, direkt vor unserem Fenster. 
  • Wir produzieren unsere eigenen Bio-Lebensmittel und experimentieren mit Kompost. 
  • Wir ernten frisch nach Bedarf oder konservieren die Früchte unserer Arbeit. 
  • Wir verwenden regionales Saatgut und ernten die Samen für das Folgejahr. 
  • Durch den Recycling-Gedanken entstehen kaum Kosten. 
  • Der Zugang zu Land für Städter ist schwierig. Wir starten als Topfgärtner. 
  • Je effizienter wir für den Eigenbedarf produzieren, desto stärker tragen wir dazu bei, alles oben Genannte zu vermeiden. 
  • Wir machen und die Hände schmutzig, lernen jedes Jahr dazu, erzählen Freunden vom Topfgärtnern und bringen sie auf den Geschmack :-)

Mehr Fragen und Antworten finden Sie hier
Weltagrarbericht, deutsch

Was wir anbauen?

Hier finden Sie unsere Pflanzliste für das Jahr 2012:

Auf 11 Balkons werden Tomaten angebaut, auf 10 Balkons Basilikum usw. Von jeder Art werden dann oft unterschiedliche Sorten kultiviert und diese in mehreren Töpfen. Dies zeigt, wie es möglich ist, Biodiversität zu schaffen. Die Pflanzen und Töpfe sind wiederum attraktiv für viele Insektenarten und Vögel die sich von den Insekten ernähren.
Pflanzliste 2012
(zur Vergrösserung anklicken)
Weitere Pflanzlisten wurden im Rahmen von Umfragen, 2013, 2014 sowie 2015/2016 erhoben

Organisation | Newsletter | Netzwerkkarte

Transition Town Freiburg
Urban Gardening



Das "Netzwerk Balkongarten" ist thematisch dem Konzept Transition Town und dort dem Interessensgebiet Urban Gardening angegliedert.

Die Balkongärtner fanden sich im Rahmen eines Workshops der Initiative der Stadt Freiburg i. Br. "200 Familien aktiv fürs Klima" erstmalig zusammen.

Das "Netzwerk Balkongarten" entstand danach im Frühling 2012 und ist als junge Gruppe auf der Suche nach weiteren Mitgliedern, gerne auch aus anderen Städten.


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TAUSCHEN AUF WHATS APP
Hier finden Ihre überzähligen Setzlinge noch einen freien Topf!
Setzlinge, Samen und sonstige Balkonsachen verschenken, verkaufen oder tauschen.
Einfach ein Foto schiessen und an die Gruppe versenden.
Bei der einen gehen alle 100 Samen auf, bei der anderen kein einziger. Tausch von Gurkenpflanzen auf einem Dachgarten in Freiburg im Breisgau.

NETZWERKKARTE
Die derzeit ca. 300 Familien aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz sind dezentral organisiert. 100 Balkons sind auf unserer Netzwerkkarte verzeichnet.
  • Für einen Eintrag auf der Netzwerkkarte senden Sie Wohnort und Straße (ohne Hausnummer) per Mail. Der Eintrag erfolgt demzufolge "strassengenau" und anonym.


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