Über uns

Dem Balkongärtnern liegen unterschiedliche und individuelle Motivationen zugrunde (Stimmen der Teilnehmer). Viele beschreiben die Entwicklung der Pflanzen im Jahreslauf, den tierischen Besuch sowie die Selbstversorgung mit frischen Kräutern und Gemüsen als schönste Erfahrung.
Zu den Einsteigern zählen Familien mit kleinen Kindern, aber auch Singles, Rentner und Studierende, die im städtischen Umfeld auf der Suche nach ein wenig Grün sind. Inzwischen sind es laut Verteiler 300 Haushalte.
Mögen die pädagogischen oder geographischen Hintergründe (siehe weiter unten) Motive für den Einstieg sein, ist es sicherlich die alltägliche Freude und der Spaß an einem tollen Hobby, der alle auch weitermachen lässt.
Während die Kurse Einsteigern ein umfassendes Grundwissen an die Hand geben, welches einen erfolgreichen Start ermöglicht, dient die Webseite als Ideensammlung und Nachschlagewerk (siehe Fragen und Antworten).
Der Newsletter informiert über Termine, die für Balkongärtner interessant sind.

 Viel Spaß beim Stöbern, zum Beispiel in "Unsere Themen" am linken Rand.


Gemüse auf dem Balkon? 
(oder: Warum wir uns wieder der Selbstversorgung widmen sollten.)
  • Unser Alltag verläuft immer weniger in der Natur. Wir verlernen das Verständnis für natürliche Kreisläufe. Natur: Vergessen? Jugendreport Natur 2010, Uni Marburg.
  • Viele Gemüsesorten kennen wir bereits nicht mehr, andere nur noch aus dem Supermarkt.
  • Industrielle Lebensmittelproduktion ist sehr energieaufwendig, außerdem schädlich für Böden und Klima. Spritzmittel schaden nicht nur "Schädlingen", sie machen alle krank.
  • Globale Transportwege bedingen Treibstoffverbrauch, Vitaminverlust und viele verdorbene Waren, die als Müll entsorgt werden müssen, man schätzt 1/3 der Produktion.
  • In vielen Regionen der Welt belegen wir Flächen, verbrauchen und verschmutzen wir Wasser für unsere Lebensmittelproduktion, das der dortigen Bevölkerung nicht mehr für ihre eigene Versorgung zur Verfügung steht. (Infos zu "Landgrabbing"oder zum Wasser-Fußabdruck Deutschland)
    Woher stammt das Wasser, das in unseren Lebensmitteln steckt? Quelle: Studie "Der Wasserfußabdruck Deutschlands", WWF 2009
  • Vereinheitlichung der Produkte und des Saatgutes bedeuten Risiken für die Ernährungssicherheit: global und regional. 
  • Die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen (z.B. Boden, Wasser, Klima) findet den Weg in unser Bewusstsein nur noch als abstrakte Nachricht, die kein Handeln auszulösen vermag, da wir die komplexen globalen Zusammenhänge nicht erkennen können.
  • Gärtnerisches Wissen, welches die Kulturgeschichte des Menschen seit Jahrtausenden geprägt hat und welches bis zur Industrialisierung in der Breite der Bevölkerung alltäglich war, geht in wenigen Generationen verloren. Möglicher Weise in diesen Dekaden fast komplett.  
    ("Beiträge zur Geschichte der Kulturpflanzen" in der Schweiz von Peer Schilperoord zum herunterladen.)

Gemüse auf dem Balkon!
  • Wir schaffen attraktive Biotope auf kleinstem Raum und beobachten zusammen mit Kindern die tierischen Besucher und Bewohner.
  • Natürliche Abläufe werden täglich und rund um die Uhr zuhause erfahrbar, direkt vor unserem Fenster. 
  • Wir produzieren unsere eigenen Bio-Lebensmittel und experimentieren mit Kompost. 
  • Wir ernten frisch nach Bedarf oder konservieren die Früchte unserer Arbeit. 
  • Wir verwenden regionales Saatgut und ernten die Samen für das Folgejahr. 
  • Durch den Recycling-Gedanken entstehen kaum Kosten. 
  • Der Zugang zu Land für Städter ist schwierig. Wir starten als Topfgärtner. 
  • Je effizienter wir für den Eigenbedarf produzieren, desto stärker tragen wir dazu bei, alles oben Genannte zu vermeiden. 
  • Wir machen und die Hände schmutzig, lernen jedes Jahr dazu, erzählen Freunden vom Topfgärtnern und bringen sie auf den Geschmack :-)

Mehr Fragen und Antworten finden Sie hier
Weltagrarbericht, deutsch

Was wir anbauen?

Hier finden Sie unsere Pflanzliste für das Jahr 2012:

Auf 11 Balkons werden Tomaten angebaut, auf 10 Balkons Basilikum usw. Von jeder Art werden dann oft unterschiedliche Sorten kultiviert und diese in mehreren Töpfen. Dies zeigt, wie es möglich ist, Biodiversität zu schaffen. Die Pflanzen und Töpfe sind wiederum attraktiv für viele Insektenarten und Vögel die sich von den Insekten ernähren.
Pflanzliste 2012
(zur Vergrösserung anklicken)
Weitere Pflanzlisten wurden im Rahmen von Umfragen, 2013, 2014 sowie 2015/2016 erhoben